Aktuelles - Industrieachse Mur-Mürz wird zur Energie-Vorzeigeregion
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Im Rahmen eines Sondierungsprojektes soll die Industrieachse Mur-Mürz zu einer sichtbaren Energie-Vorzeigeregion vorbereitet werden. Initiiert wurde das Vorhaben von der Montanuniversität Leoben, als Kooperationspartner fungieren die FH Joanneum sowie die Regionalmanagements Obersteiermark West und Obersteiermark Ost. Zur Abstimmung, Vernetzung und Information aller Stakeholder veranstalteten die Projektpartner einen Industriedialog-Energie mit anschließendem Visioneering-Workshop.


Im Impulszentrum für Werkstoffe in Leoben stellte zunächst Prof. DI Dr. Kienberger das Vorhaben „Vorzeigeregion Energie – Industrieachse Mur-Mürz“ vor. Im Vordergrund der Initiative steht die Berücksichtigung des Zusammenspiels der energieintensiven Industrie mit regionalen Energiebedarfen und regionalen Energiepotentialen. Österreichische Energietechnologien und -systeme werden eingebunden, damit eine zumindest zeitweise Versorgung mit 100% Erneuerbarer Energie ermöglicht wird. „Um das Vorhaben tatsächlich zur Umsetzung zu bringen, werden namhafte Industrieunternehmen, Gemeinden, Endverbraucher, Unternehmensvertretungen sowie die Politik in die Problemdefinition aber auch in die Umsetzung von entsprechenden Projekten miteinbezogen“, klärte Herr Kienberger auf, bevor DI Zillner (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) und DIin Vogel (Klima- und Energiefonds) seitens der Fördergeber über aktuelle Förderprogramme informierten.

Im Anschluss gab es zwei Impulsreferate durch Vertreter der Industrie, die ihre Projekte und Intentionen im Energiebereich vorstellten. So konnte DI (FH) Gruber von der Zellstoff Pöls AG berichten, dass das Unternehmen aus dem Bezirk Murtal ein riesiges Projekt realisiert hat und seither die Gemeinden Pöls, Fohnsdorf, Judenburg und Zeltweg über ein 18 km langes Leitungsnetz mit Fernwärme versorgt. DI Dr. Hackl von der voestalpine Stahl Donawitz GmbH konnte ebenfalls einige Leuchtturmprojekte des Vorzeigebetriebes aus Leoben vorstellen. Langfristig möchte das Unternehmen durch unterschiedliche Maßnahmen – wie zum Beispiel durch die Nutzung alternativer Stromerzeuger – die Energieeffizienz steigern und den Ausstoß von CO2 verringern.

Den Abschluss des ersten Teils der Veranstaltung bildete die Podiumsdiskussion, bei der alle Referenten gemeinsam mit DI Jilek (Energiebeauftragter des Landes Steiermark a.D.) die aktuellen Themenstellungen sowie Förderkonditionen beleuchteten.

Aufbauend auf den Inhalten des Industriedialogs gab es einen Visioneering-Workshop, wo visionäre Themenstellungen im Energiebereich – im Rahmen eines World Cafes – aufgearbeitet wurden. Dabei erarbeiteten alle anwesenden AkteurInnen Ergebnisse, die als Basis für die weitere Projektantragstellung dienen.

Fotos: Georg Ott

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