Aktuelles - Jugendmanagement: Leitbildprozess Jugend 2014
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Aktuelles - Jugendmanagement: Leitbildprozess Jugend 2014

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Leitbildprozess Jugend 2014

Ausgangslage – Regionales Jugendmanagement in der Großregion
 

2012 wurde in der Großregion Obersteiermark West ein Regionales Jugendmanagement eingerichtet, um jugendpolitisch relevante Themen auch in den Fokus von großregionaler politischer Arbeit rücken zu können. Das Thema Jugend und Jugendarbeit in regionale politische Gremien einzubringen und die Einarbeitung von Jugendpolitik in das regionale Entwicklungsleitbild unter Bezugnahme zur steirischen Jugendstrategie war dabei langfristiges Ziel.
Das 2007 beschlossene Leitbild "IndustrieRaum und LebensRaum" der Obersteiermark West und die darin enthaltenen Leitthemen, wurden 2014 in einem Leitbildprozess überarbeitet. Für das Regionale Jugendmanagement bot sich so die Gelegenheit unter aktiver Einbindung der Jugend und Jugendarbeit einen Leitbildprozess Jugend parallel zum Leitbildprozess der Großregion durchzuführen. Durch die Jugendmanagerin konnte eine Einarbeitung der Ergebnisse in das Leitbild der Großregion garantiert werden und so erstmals ein Schwerpunkt im Bereich Jugend darin verankert werden. Das Leitprojekt „Jugendliche Lebenswelten“ beinhaltet die im Beteiligungsprozess gesammelten Ergebnisse, Bedürfnisse und Anliege der Jugend und Jugendarbeit und soll bis 2020 zu einer verstärkten Umsetzung von Jugend- und Beteiligunsprojekten führen.

Leitbildprozess Jugend – Das Vorhaben

Aufbauend auf die Erfahrungen des RJM in den Bezirken Murau und Murtal wurden bewusst verschiedene Formate und Plattformen zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie Akteuren der offenen, verbandlichen und kommunalen Jugendarbeit bzw. zur gemeinsamen Arbeit mit EntscheidungsträgerInnen ausgewählt. Das RJM stützte sich dabei auf die Jugendstrategie des Landes Steiermark und die darin enthaltenen Handlungsfeldern, wobei der Bereich der politischen Bildung und Partizipation in den Vordergrund gestellt und die Prozessarbeit durch kreative Ausdrucksformen für junge Menschen attraktiv und in der Sprache der Jugend gestaltet wurde.
Als Zielgruppe für diesen Jugendbeteiligungsprozess wurden junge Menschen im Alter von 8 bis 29 Jahren eingebunden. VertreterInnen der offenen, verbandlichen und kommunalen Jugendarbeit hatten in Fokusgruppen und Zukunftsworkshops ebenso die Möglichkeit zur Beteiligung an der Zukunftsgestaltung der Region. Ein Anliegen war dem RJM außerdem die laufende Einbindung von EntscheidungsträgerInnen, um die Anliegen der Jugend kommunizieren und gemeinsam zeitnahe zur Umsetzung erster Projekte schreiten zu können. (Anm: Erste Ideen der Jugend werden bereits umgesetzt)

 

Leitbildprozess Jugend – Der Beteiligungsprozess

„Ich sehe was, was du nicht siehst“ (Kinderbeteiligungsprojekt)

Ich sehe was, was du nicht siehstMit "Ich sehe was, was du nicht siehst" wurde eine Kreativwerkstatt für Kinder geschaffen, und die Gelegenheit geboten, an der Zukunftsgestaltung der Region aktiv teilzunehmen.

Für das RJM war es in Bezug auf die Leitbilderstellung und den Umsetzungszeitraum bis 2020 von größter Bedeutung, bereits "die Jüngsten" in der Region aktiv einzubeziehen und ihnen eine Stimme zu geben. Aus Sicht der Kinder wurde die Heimatregion mit ihren Besonderheiten in einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet und Ideen, Wünsche und Anregungen besprochen und mit Hilfe von beispielsweise Modellarbeiten festgehalten.

„Zurück in die Zukunft“ (Jugendkultur- und Beteiligungsprojekt)

Als Herzstück im Leitbildprozess Jugend konnten Jugendliche im Projekt Zurück in die Zukunft ihren eigenen Gedanken kreativen Ausruck verleihen und die eigene Lebenswelt mit allen Wünschen, Träumen, Perspektiven und Zukunftsängsten sichtbar gemacht werden. Im direkten Austausch mit EntscheidungsträgerInnen wurde die Jugendliche Lebenswelt in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beleuchtet und über die sich veränderten Bedürfnisse und die notwendigen Maßnahmen in der Zukunft gesprochen, die zur Verbesserung der Lebensqualität junger Menschen beitragen könnten.
Neben Interviewstrecken mit VerantwortungsträgerInnen, Zukunftsbotschafen der Jugend, einem eingerichteten Zukunftstelefon und weiteren Aktionen im eigens eingerichteten Projektlokal wurde vom RJM eine Diskussionsveranstaltungen zum Thema politische Bildung und Partizipation organisiert und durch Kunst im öffentlichen Raum die Ergebnisse aus der Beteiligungsarbeit öffentlich wirksam präsentiert. Zum Abschluss des sehr umfangreichen Projekts wurde eine Zeitkapsel mit den Wünschen, Ideen und Vorstellungen der Jugend für die Zukunft befüllt und bis zum Jahr 2020 versenkt. Bis 2020 erinnert dieses Kunstobjekt nun an die Bedeutung von Jugendbeteiligungsmaßnahmen und die regionalen Vorhaben, die in Zukunft verstärkt das Thema Jugend fokussieren sollten. 2020 wird die Zeitkapsel wieder geöffnet werden.

Workshops und Fokusgruppen „Zukunftworkshop Jugend“

Im Bereich der offenen, verbandlichen und kommunalen Jugendarbeit wurde in den einzelnen Workshops und Fokusgruppen – aufbauend auf der regionalen Wahrnehmung des RJMs in den letzten Jahren, eine IST-Stand-Analyse der Jugendarbeit durchgeführt. Dazu wurden erste Ideen, Maßnahmen und Projektvorhaben entwickelt, die notwendig sind, um die regionale Jugendarbeit noch weiter stärken und die Jugendlichen in ihren Lebensräumen mit bestmöglichen Rahmenbedingungen unterstützen zu können. Die Umsetzbarkeit der in den Workshops zusammengetragenen Ideen und Maßnahmen wurde diskutiert, aufbereitet und ein Maßnahmenkatalog erstellt.

Ergebnis aus der Arbeit des RJM im Rahmen der Leitbilderstellung

Durch den Leitbildprozess Jugend als umfangreichen Beteiligungsprozess in der Großregion konnte erstmalig das Thema Jugend und Jugendarbeit als Schwerpunkt im Leitbild der Obersteiermark West Verankerung finden. So zeigt nun die erstellte Entwicklungslandkarte (siehe Anhang) im Leitthema 2 das Leitprojekt Jugendliche Lebenswelten als Arbeitspaket, um in den nächsten Jahren  verstärkt Jugendprojekte umsetzen und die Beteiligungsangebote in der Region weiter ausbauen zu können. In dem von der Jugendmanagerin und der ROW GmbH verschriftlichten Leitbild wurden Handlungsempfehlungen für die im Beteiligungsprozess angesprochenen Themenfelder (wie z.B: Freizeit, Mobilität, (Aus-)Bildung, Kultur, Jugendbeteiligung/Mitsprache, Jugendinformation, Jugendschutz etc.) einbezogen, die auf den Ergebnissen in den Teilprojekten Ich sehe was, was du nicht siehst, Zurück in die Zukunft, den Zukunftsworkshops und Fokusgruppen basieren.

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